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Nov 20

Der Titel mag provozierend klingen, dennoch geht es beim Selbstmarketing genau darum: Man verkauft oder – nur anders ausgedrückt – “vermarktet” die eigene Persönlichkeit, das eigene Ich. Mitsamt der Fähigkeiten und Kenntnisse, die man in der Schule, auf der Universität oder in jeder anderen Berufsausbildung erworben hat. Darüber hinaus geht es aber auch darum, den eigenen Charakter, der durch die Lebenserfahrung immer weiter geformt wird, ins beste Licht zu rücken.

Die Persönlichkeit eines Menschen setzt sich ja aus vielen verschiedenen Anteilen zusammen. Dabei gibt es eher statische, also unveränderliche Anteile – ihre Wurzeln liegen in der frühen Kindheit und Pubertät begründet und lassen sich später kaum mehr verändern. Andere Anteile entwickeln sich mit der wachsenden Lebens- und Berufserfahrung weiter und verleihen einer reifen Persönlichkeit ihren ganz eigenen Charakter. Im besten Falle hat sich da etwas sehr positiv entwickelt. Dabei geht es um viel mehr als bloße Kenntnisse, die man in der Schule, auf der Universität oder in Lehre und Ausbildung erworben hat, inklusive späterer Schulungen und Weiterqualifizierungen.

Man ist tatsächlich zur “Marke” geworden. Unverwechselbar und einzigartig auf ganz bestimmte Art und Weise.
Sobald man dies verstanden und verinnerlicht hat, wird das “Selbstmarketing” zum Vergnügen. Weiß man doch, was man zu bieten hat, kennt aber auch seine Schwächen und wie man mit diesen am besten umgehen kann. Man weiß ebenfalls: “Auch andere Menschen kochen nur mit Wasser”, man hat diesen uralten Spruch endlich und wirklich verstanden.

Jetzt will man Erfolg haben. Dabei geht es gar nicht so sehr um den Erfolg an sich oder das damit eventuell verbundene höhere Einkommen. Darum natürlich auch, aber das stellt sich im Gefolge eines erfolgreichen Selbstmarketings ohnehin ein. Man will den Erfolg als Ausdruck der besten Seiten der eigenen Persönlichkeit. Nur so macht Erfolg übrigens auch Spaß und Sinn. Und wird nicht zum krankmachenden Leistungsdruck, sprich Stress.

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